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Hegnacher Mühle
Ulrich Stietz
71334 Waiblingen-Hegnach
Tel. 07151/5 35 80
Fax. 07151/56 54 91

Chronik der Hegnacher Mühle

1874...
wurde die Hegnacher Mühle von David Reinhardt erbaut. Der teils aus dem Fels gesprengte, teils gegrabene Mühlkanal mit einer Länge vom ca. 350 m versorgte zwei unterschlächtige Wasserräder mit einer Höhe von 5 Metern.
Foto der Mühle

1877...
wurde die Mühle von Gottlob Gassert als reine Kundenmühle mit 4  Mahlgängen und einem Gerbgang betrieben. Das Getreide der Bauern aus den umliegenden Ortschaften wurde im Lohn vermahlen.

 

1899...
übernahm Jakob Ehni aus Gutenberg, der Ururgroßvater des heutigen Eigentümers die Mühle.

1909...
arbeitete die Mühle mit 5 Mahlgängen. Ein 5,5 m hohes Wasserrad mit einer Breite von 1,87 m trieb die Transmissionen an. Eine elektrische Anlage erzeugte Lichtstrom und Kraftstrom zum Betrieb einer Trinkwasserpumpstation der Gemeinde Hohenacker. Der Sohn von Jakob Ehni, Wilhelm, führte den Betrieb weiter, bis er 1935 von Hermann Häussermann übernommen wurde.


 

Foto der MühleIn der Notzeit der Kriegs- und unmittelbaren Nachkriegsjahre war die Hegnacher Mühle für viele eine Anlaufstelle, um aufgelesene Ähren gegen Mehl einzutauschen. In dieser schwierigen Zeit ging das Wasserrad kaputt und Hermann Häussermann entschloss sich zum Einbau einer Francisturbine mit einer Leistung vom 40 kw, der von der Firma Voith in Heidenheim ausgeführt wurde. 1949 wurde die Vermahlung auf moderne Walzenstühle umgestellt. 1966 erfolgte der Einbau eines Getreidesilos, um den veränderten Gegebenheiten Rechnung zu tragen.

1970...
übernahm Hermann Stietz die Mühle. 1973 wurde die Vermahlung automatisiert, was eine Kapazitätssteigerung auf ca. 10t/24h erbrachte. 1982  wurde die Getreideannahme modernisiert, so dass jetzt 400 Tonnen Weizen und 200 Tonnen Gerste während der Ernte erfasst werden können. 1987 erfolgte ein großer Umbau der Turbine, um eine Einspeisung des erzeugten Stroms in das Netz des örtlichen Energieversorgers zu ermöglichen.

Ab 1980...
wurde der Naturkostsektor konsequent ausgebaut. Seit 1985 gibt es den eigenen Mühlenladen. Im selben Jahr wurde die Vermahlung von Dinkel nach 50 Jahren wieder aufgenommen.

Seit 1998...
wird die Hegnacher Mühle von Ulrich Stietz betrieben, der nach der Meisterprüfung in St. Gallen Müllereitechnologie studierte, um den Anforderungen an eine moderne Betriebsführung gerecht werden zu können.

Die Hegnacher Mühle bedient hauptsächlich Privatkunden, entweder im Mühlenladen, oder durch Zustellung direkt ins Haus. Ein weiteres Standbein sind zahlreiche Gastronomiebetriebe, speziell Pizzerias.

Alle 2 bis 3 Jahre nimmt der Betrieb am Deutschen Mühlentag am Pfingstmontag teil, zuletzt 2005 mit ca. 4.000 Besuchern.


 

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